Presseartikel

 

Im Jahr 2016 mit Kommentaren versehen:

 

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Zeit online  Rente mit 70

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(Pension mit 70 wäre wohl die treffendere Überschrift gewesen.)

18.November 2010  /  DIE ZEIT Nr. 47/2010 /  22 Kommentare 

 

 

Öffentlicher Dienst

Rente mit 70

 

Von Leonie Seifert

 

Der öffentliche Dienst will erfahrene Mitarbeiter länger halten – mit Gehaltszuschlägen und neuen Altersgrenzen.

 

Der Mord an dem Münchner Schauspieler Walter Sedlmayr war der grausamste Fall in Josef Wilflings Karriere.

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 Inzwischen ist der ehemalige Leiter der Münchner Mordkommission zu alt.

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Einem dritten Antrag aber, glaubt er, hätte der Personalrat, der über die Altersgrenze wacht, nicht zugestimmt. Also hörte er mit 62 Jahren auf.

 

Kommentar: Immerhin zweimal. Schade, dass er für ein drittes Mal nicht vor Gericht gezogen ist. Kann man aber verstehen. Im Vergleich zur Aufklärung eines Mordfalls wäre das sicher zu langweilig gewesen.

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So speziell der Fall des Kriminalisten wirkt, so deutlich zeigt er doch, dass die Menschen unterschiedlich auf ihren Ruhestand blicken. Die einen wollen so früh wie möglich aus ihrem Berufsleben aussteigen, die anderen würden gerne bis 70 weitermachen. In der Öffentlichkeit sorgt die Rente mit 67 für große Schlagzeilen.

 Kommentar:  Wer früher in Pension gehen will, sieht Leute, die das Hinausschieben des Eintritts in den Ruhestand anstreben als missliebiges Beispiel.

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 Und dort hat auch längst ein Wandel hin zu mehr Flexibilität begonnen, den vor wenigen Jahren noch niemand kommen sah. Das gilt sogar für die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Dieser galt in der Vergangenheit immer als besonders starr und reformresistent. Inzwischen aber tut sich eine Menge in den Verwaltungen von Bund und Ländern. Immer mehr Behörden stellen sich auf die alternde Gesellschaft ein und schaffen neue Möglichkeiten für den Übergang in Rente oder Pension.

Kommentar: Es hat nicht ein Wandel hin zu mehr Flexibilität begonnen, sondern konzertierte Aktionen, das Hinausschieben des Ruhestandsbeginns als Option weitgehend einzukassieren.

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In den vergangenen Jahren sind einige Beamte sogar vor Gericht gezogen, um länger im Dienst bleiben zu können. Insbesondere Richter und Professoren klagen vor den Verwaltungsgerichten, weil sie selbst entscheiden wollen, wann sie aufhören. Starre Altersgrenzen verstießen gegen das EU-Verbot der Altersdiskriminierung, lautete ihr Argument.

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http://www.hinausschieben-des-ruhestandsbeginns.de/EuGH-zur-Altersgrenze

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Gleichzeitig gibt es Berufsgruppen im öffentlichen Dienst, die sich besonders belastet und ausgelaugt fühlen, zum Beispiel Lehrer. Viele von ihnen würden gerne früher in den Ruhestand gehen.

Kommentar: Die typischen Verlängerer hätten nichts dagegen, wenn die mit ihnen einzusparenden Pensionszahlungen eine Verringerung der Pensionszahlungen an die Burnout-Kollegen abmildern würden. Aber Lehrer sind auch unter den Verlängerungswilligen und auch solche, die vor Gericht gegangen sind.

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»Fast überall wird die Regelaltersgrenze erhöht, sodass man freiwillig bis 67 arbeiten kann«, hat Beamtenrechtsexperte Ulrich Battis von derHumboldt-Universität in Berlin registriert. Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehen noch weiter und haben den Eintritt in den Ruhestand mit 70 möglich gemacht.

Kommentar: Dichtung und Wahrheit heißen in der Regelungstechnik Soll- und Istwert.

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Um Beamte länger im Dienst zu halten, zahlt zum Beispiel Rheinland-Pfalz einen Zuschlag von acht Prozent auf das Grundgehalt, wenn jemand länger als bis 65 arbeitet. Sonderregeln gibt es für Polizisten. Die dürfen mancherorts früher gehen...

Kommentar: Umgekehrt wird in Rheinland Pfalz ein Schuh daraus: MDL Marlies Kohnle -Gros (CDU) im Jahr 2010: " Das Hinausschieben des Eintritts in de Ruhestand ist eigentlich nur für die Polizei gedacht"

Und in der Tat: Es wird bisher höchstrichterlich ausgebremst.

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http://www.hinausschieben-des-ruhestandsbeginns.de/Vor-K.-F.-Meyer,-OVG-Koblenz

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 »Die Restrukturierungen zeigen, dass es im öffentlichen Dienst angekommen ist, dass er flexibel sein muss. Es dürfen nicht länger überall und für jeden die gleichen starren Regeln gelten«, sagt der Verwaltungsforscher Werner Jann von der Universität Potsdam.

Kommentar: Er muss nochmal ran! Und er  soll diese Website als Doktorarbeit anerkennen!!!!!!

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Das Problem: Es fehlt zugleich an Nachwuchs. Durch den demografischen Wandel kommen Engpässe auf den öffentlichen Dienst zu.

Kommentar: Beispiel Hochschul-Professoren: Der Mangel an professorablen Bewerbern für freie Stellen im MINT- Bereich ist eine Katastrophe.

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»Es darf keinen Aufschub mehr geben, die Probleme anzugehen«, sagt Peter Heese, Chef des Beamtenbundes. »Um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, muss der öffentliche Dienst attraktive Lohnangebote machen«, ergänzt er.

Kommentar: Beispiel Rheinland-Pfalz: " Rechtzeitig" vor der Landtagswahl am 13. März 2016 hat Malu Dreyer  das Aus für "Fünf Jahre nur 1% Gehaltserhöhungen für Beamte" verkündet. So etwas geht leicht: Beamten-Bashing!

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Für Josef Wilfling, den Münchner Polizisten, kommt die neue Flexibilität, kommen die vielen Änderungen zu spät. Mit seiner Pensionierung geht eine Menge Erfahrung und Können verloren. Allerdings arbeitet Wilfling auch jetzt in seinem offiziellen Ruhestand noch weiter, nur anders als bisher. Er hat ein Buch über seine spannendsten Mordfälle geschrieben –Titel: »Abgründe«. Er ist damit auf Lesereise durch Deutschland. Und ein paar Mal im Jahr unterrichtet er außerdem angehende Polizisten in »Vernehmungslehre«.

Kommentar: Die "Opfer" von Zwangspensionierung sind nicht selten in der Lage, ihre Energie umzuleiten. "Abgründe" tun sich auch auf bei der perfiden Ausbremsung der Pseudo-Option "Hinausschieben des Eintritts in den Ruhestand 

Ungekürzt:

http://www.zeit.de/2010/47/Renten-Oeffentlicher-Dienst

 

Respekt: Das ist ein Artikel der besseren Art. Es braucht dafür offenbar eine Zeitung wie   DIE ZEIT oder FAZ.

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http://www.hinausschieben-des-ruhestandsbeginns.de/An-M.-Garthe,-Rheinpfalz

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Die Autorin und der Website-Betreiber haben eine Gemeinsamkeit: Sie hat alles so naiv geglaubt (oder auch nicht) wie er! Spaß beiseite: Wie wäre es mit einem bilanzierenden Artikel zum Thema Hinausschieben des Eintritts in den Ruhestand? Vielleicht in diesem Jahr (2016)?

 

 

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FAZ  Der freiwillige Beamte

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http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/politik/der-freiwillige-beamte-1984183-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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Berliner Schulleiter will nicht in den Ruhestand - und klagt

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http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-schulen-schulleiter-will-nicht-in-den-ruhestand-und-klagt/1266550.html

Kommentar.